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Service: Pflanzenhormone
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Pflanzenhormone - Möglichkeiten und Grenzen mit Phytotherapie
Von Gisela Avena Sticker (Heilpraktikerin)
Die Naturheilkunde bietet ein sehr breites und ganzheitliches
Behandlungskonzept, die zu einer
deutlichen Besserung der Beschwerden rund um das Thema Hormone
führt.
Zum einen werden klassische gynäkologische Phytopharmaka
z.B. Mönchspfeffer angeboten,
aber auch homöopathische Komplexmittel z.B. Pascofemin
haben sich bewärt. Welche Therapie die richtige ist und
ob diese den Grad der Beschwerden abdeckt, ist in einem persönlichen
Beratungsgespräch in der Naturheilpraxis abzuklären.
Die individuellen Möglichkeiten einer Frau entscheiden
auch ob eine klassische Phytotherapie mit Tee-Kur oder der homöopatische
Weg mit Pflanzen und Mineralsalzen durchzuführen ist.
Wenn diese kombinierte Therapie mit Ernährung und Bewegung
gut abgestimmt ist, lassen sich nach kurzer Zeit Erfolge beobachten.
Sehr gut auf pflanzlische Hormontherapie sprechen die Schilddrüse
und der weibliche Regelkreislauf (Hypophyse-Eierstock, sowie
die Nebenniere) an.
Frauen die sich für eine pflanzliche Begleitung entscheiden,
sollten in der ersten Beratung darauf hingewiesen werden, daß
die volle Wirkung erst nach einigen Wochen eintritt, und nicht
vorzeitig abgebrochen wird. Die seelischen Themen können
ergänzend mit Blütenessenzen (Bachblüten, kalifornische
Blüten) unterstützt werden.
Viele Nebenwirkungen wie bei einer Hormonsubstitution treten
in einem ganzheitlichen Behandlungskonzept nicht auf. Die Pflanzen
werden durch eine individuelle Dosierung sorgfältig ausgesucht
und gut vertragen. Phytotherapie ist eine Reiz-Therapie und
gibt dem Körper Impulse, den gestörten Regelkreislauf
der Hormone wieder zu regulieren. Die Pflanzenstoffe helfen
dem Körper sich wieder neu anzupassen an z.B. bestimmte
neue Lebenssituation, die Kommunikation der Zellen und Botenstoffe
(Hormone) wird Neu eingestellt.
Pflanzen und Heilmittel die in Frage kommen wirken zum Teil
direkt auf die Hormondrüsen (aktivierend / sedierend) andere
unterstützen positiv den Stoffwechsel (Bitterstoffe stärken
die Leberfunktion und ungesättigte Fettsäuren die
Bildung von Hormonen und Funktion der Drüsen).
Die Seele hat einen direkten Einfluss auf die Hormone. Deshalb
werden auch immer ausgleichende Pflanzen mit neurovegetativer
Wirkung gegeben. Blütentherapie und andere feinstoffliche
Heilweisen unterstützen diesen Bereich. Am Ende dieses
Artikels werden Beispiele dazu gegeben.
Es folgt nun eine Kurzbeschreibung bewährter Pflanzen mit
Progesteron- und Östrogenähnlicher
Wirkung, wobei diese Pflanzen auch auf andere Drüsen -wie
Schilddrüse, Pankreas und Nebenniere - wirken.
Progesteronähnliche Pflanzen
· Frauenmantel: Alchemilla
vulgaris
wirkt adstringierend, verdauungsfördernd, leberstärkend,
zyklusharmonisierend,
gut bei allen Menses-Beschwerden, nach Absetzen der Pille, (mit
Rosmarin, Eisenkraut) als Kraftpflanze zur Stärkung der
Gebärmutter, nach der Geburt, kann immer ergänzend
eingesetzt werden mit anderen Pflanzen, gut alleine auch als
Tinktur.
· Schafgarbe: Alchilea millefolie
wirkt stark krampflösend, wärmend, stärkend,
die Nr.1 Pflanze bei Schwäche im kleinen Becken, Beckenbodenschwäche,
Reizblase, bei Stress im Alltag, gut alleine als Tinktur für
3 Monate, begleitend mit Luna-Yoga.
· Mönchspfeffer: Agnus castus
krampflösend, ausgleich von Östrogenwerten, Zyklusregulierung,
Stimmungsschwankung vor der Mens, Wassereinlagerung, Balance
für Aktivität und Ruhe, wenn die Hypophyse zu Aktiv
ist, regulierend Hypophyse / Eierstöcke, gut als Tinktur
oder Kapseln, 3-6 Zyklen lang zu verwenden.
· Klette: Arctium lappa
stoffwechselaktive Wurzel mit Wirkung auf Leber und alle Drüsen,
besonders gut für Schilddrüse -Pankreas - Brust, nährend
für Schleimhaut, da sehr reich an Mineralien und Schleim,
gut als Tinktur oder Wurzelpulver als Basistherapie bei alternativer
Behandlung.
Östrogennähnliche Pflanzen
· Himbeere: Rubius idaeus
die Blätter der Himbeere als Tee oder Tinktur wirken östrogenähnlich,
zusammenziehend und erweichen den Uterus, Vagina, Beckenboden.
Bei stark schmerzhafter Blutung, bei Stimmungsschwankung, PMS,
vor der Geburt. Himbeerblätter sind reich an Calcium und
sind eine ideale Pflanzenverbündete für Frauen in
den Wechseljahren und danach.
· Schwarze Johannisbeere: Ribes nigrum
Die Blätter dieser Pflanze wirken entzündungshemmend,
leberstärkend, bei zu schwacher Mens, Stärkung der
Nebenniere, besonders Stress und in den Wechseljahren.
Himbeere und Schwarze Johannisbeere sind auch als Glycerinmazerat
aus ihren Knospen als stärkende Heilmittel erhältlich.
Einnahme als Spray (1 bis 2x täglich), guter Geschmack.
(erhältlich in Naturheilkunde-Apotheken)
· Schlangenkraut: Cimicifuga
stark ausgleichend bei Kopfschmerzen, Neuralgien, schmerzhafte
Mens-Krämpfe, Muskelschmerzen, zu Beginn der Wechseljahre
bei mittleren Beschwerden, beinflusst den Regelkreis von Hypothalamus
und Hypophyse, in Studien wurde nachgewiesen das diese Pflanze
wie für 0,625 mg konjugiertes Östrogen wirkt (obwohl
sie keine Östrogene im klassischen Sinne enthält),
ihre Wirkung auf die gesamte hormonelle Achse durch Alkaloide.
Die Erfahrung in der Praxis hat gezeigt das Cimicifuga kombiniert
mit Johanniskraut seine maximale Wirkung entfaltet und daß
eine individuelle Tinktur von Cimicifuga, Johanniskraut, Frauenmantel
besonders für Frauen zu Beginn und in den Wechseljahren
vorzuziehen ist, im Vergleich zu Remifimin plus (Präparat
von Cimicifuga und Johanniskraut), Auch homöopatisch Cimicifuga
D4.
(Für diese Pflanze wird eine Begleitung mit einer Heilpraktikerin
empfohlen)
· Salbei: Salvia officinalis
Östrogenähnliche Wirkung, wirkt auf die Achse von
Schilddrüse, Nebenniere und Eierstock, anzuwenden bei erschöpfenden
Schweißen nachts, Schwäche, Schlafstörungen,
kleinere bis mittlere Beschwerden in den Wechseljahren, schwache
und schmerzhafte Mens, kühlend für die Schilddrüse,
zum Abstillen (alternativ: Walnussblätter-Tee) für
nervöse, reizbare Frauen, gibt Struktur im Körper.
Äußerlich als Massage-Öl für die Nebennieren
und Eierstöcke, gut bei Kälte und Schwäche im
unteren Rücken. 3 Tropfen ätherisches Muskatellersalbei-Öl
und 3 Tropfen Zypresse in 30 ml Borretsch-Samen-Öl.
Salbei-Tee-Kur für 4 Wochen zur Regeneration im Herbst:
Dosierung: 1 Tl./Tasse, 10 min. ziehen lassen, 3 x täglich.
· Ginseng:
Pflanzliches Östrogen und Lebenselixier aktiviert alle
Drüsen und stabilisiert das Immunsystem. Gilt als Adaptogen
der Psyche (Streß im Alltag der "an die Nieren geht")
Rekonvalesszenz, chronische Müdigkeit, burn out und Hormonschwankungen,
erhöht die Leistung und Konzentrationsfähigkeit.
Als Tinktur oder Kapseln erhältlich.Sehr gute Erfahrungen
beobachte ich mit "Alsir-Royal", Präparat mit
Soyalecithin Gelee-Royal und Ginseng besonders in den Wechseljahren,
begleitend mit Frauentee und bei starkem Stess mit Schilddrüsen-Thema.
· Zypresse: Cupressus
äußerlich als Ätherisches Öl mit Salbei
auch als Tinktur. Wirkt östrogenähnlich, gefäßaktiv,
nervenstärkend, schweißhemmend, gut in den Wechseljahren,
bei schmerzhafter Blutung, Krampfadern, Hämorrhoiden, nächtliche
Inkontinenz, Reizblase.
· Granatapfel: Punica granatum
reich an Pflanzenöstrogenen,,wirken auf die Eierstöcke
zur sanften hormonellen Substitution und zur Begleitung in den
Wechseljahren. Nachsorge bei chron. Pilzinfekten, Herpes vaginalis,
trockene Schleimhäute, Cystitis, Verlust von Libido.
Als Tinktur 2 x 25 Tropfen oder öfters 1 Granatapfel als
Frucht essen. Auch die Frucht Kaki unterstützt diese Themen.
· Hopfen: Humulus lupulus
Als Tee oder Tinktur werden die weiblichen Blüten und Früchte
verwendet, östrogenähnlich, magenstärkend, beruhigt
die Hypophyse bei Reizüberflutung, allgemein bei Hyperaktivität,
Schlaflosigkeit, Ausfluss.
Hopfen zusammen mit Hafer wirkt anregend oder/und stärkend
/ sedierend auf die Drüsen, je nachdem welche Seite im
Körper Unterstützung braucht.
Folgende Dosierung wird für die beschriebenen Pflanzentinkturen
empfohlen:
3 x 15-20 Tropf. in Zyklustee für 4 Wochen
(vor dem Essen)
Pflanzen mit Wirkung auf die Schilddrüse
Bei einer zu aktiven Schilddrüse werden kühlende strukturierende,
sedierende Pflanzen gegeben z.B. Salbei, Lavendel, Klette, Schachtelhalm,
Herzgespann, Wolfstrapp. Bei Unterfunktion einer Schilddrüse
werden jodhaltige Pflanzen zur Anregung der Schilddrüsenfunktion
gegeben z.B.
Islandflechten, Blasentang, Efeu, Thymian, Klette, Hirtentäschel.
Oft zeigt sich in der Praxis die Diagnose: Dysfunktion der Schilddrüse,
die Beschwerden sind subjektiv und müssen nicht mit den
Blutwerten korrespondieren. Es braucht einige Monate bis die
Schilddrüse den pflanzlichen Reiz annimmt, erst dann zeigt
sich das Bild der Schilddrüse in der Tendenz von Über-
oder Unterfunktion. Mit Pflanzentherapie ist es sehr gut möglich,
die Schilddrüse in ihrer Funktion wieder fein einzustellen
und auch die schulmedizinische Hormongabe auszuschleichen. Für
eine alternative Therapie der Schilddrüsenerkrankungen
wird eine Begleitung mit einer Heilpraktikerin empfohlen.
Folgende Rezepte und Präparate haben sich aus der Praxis
bewährt, auch zur Selbsthilfe möglich:
Wärmender Tee für den Zyklus: (Zyklustee)
Frauenmantel 25g, Zimtrinde 15 g, Schafgarbe 25g, Gänsefingerkraut
25g, Fenchelfrüchte 20g. Tee für 3 Zyklen lang, Dosis:
2 Tl./Tasse, 15 min. ziehen lassen, 3 x täglich
Tee für die Wechselzeit:
Frauenmantel 30g, Johanniskraut 20g, Salbei 20g, Ginseng 20g,
Kamille 10g. Tee für 4 Wochen lang, Dosis: 1 El/2 Tassen,
15 min. ziehen lassen, schluckweise tagsüber trinken.
Tee bei Überforderung und Stress:
Hopfen 20g, Lavendel 20g, Johanniskraut 30g, Melisse 30g, Pomeranzenschale
50g. Tee für 4 Wochen, Dosis: 1 guter El/2 Tassen, 15 min.
ziehen lassen, schluckweise tagsüber trinken.
Tropfen zum Schlafen:
Baldriantinktur 30 ml, Passionsblume 10 ml, Hafertinktur 10
ml, KavaKavatinktur 10 ml. Diese
Tinktur 1 Tl in Wasser 15 min. vor dem Schlafen einnehmen. Diese
Tinktur löst Spannung/Angst/Erregungszustände. Und/oder:
Avena sativa comp. (abends 1 x 10 -15 Globuli lutschen)
Zur Entspannung:
Mineralsalz nach Dr. Schüssler: Magnesium phosphoricum
D6 (3 x 1-2 Tbl. lutschen)
Johanniskraut: 1. Hypericum D2 (3 x 1 Tbl.) oder Hypericum Syxyl
( 20 Tropf. in Wasser, jeweils um 18h, 20h, 21h) Johanniskraut
bei Nervosität, Stress, Ängsten, Stimmungsschwankung.
Pascofemin plus, Kapseln für mind. 6 Monaten bei Zyklusstörungen,
Gebärmuttersenkung, nervöse Stimmungsschwankung.
Alchemilla comp., (2 - 3 x 5 Tropf. in Wasser) Stressbedingte
Frauenleiden, prämenstruelles Syndrom.
Blütentherapie ergänzend zu Pflanzenhormonen
Blüten zur Stärkung der Frauenkraft:
Granatapfel: Klassische Frauenkraftblüte, für alle
Themen bei Zyklusschwankung, bringt den
ursprünglichen Rhythmus zurück.
Kürbis: Stärkt die Kraft im Becken, führt weibliche
Energie zu, Zeit geben das sich alles entwickeln kann
Quitte: Ausgleich von weiblicher und männlicher Seite.
Alpenlilie: Hilft eine lebendige Beziehung zum Frauenkörper
herzustellen.
Blütenmischung für den Menszyklus: z.B. Granatapfel,
Kürbis, Ginseng, Olive, Quitte.
Blütenmischung in der Apotheke mischen lassen, je 2 Tropf.
Blütenessenz in 30 ml Wasser, 3 x 4 Tropf. täglich
direkt auf die Zunge.
Für die Auswahl weiterer Blüten zum Theme Hormone,
Körper und Frauenkraft wird eine Begleitung mit einer Heilpraktikerin
empfohlen.
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